So konnte es ohnehin ja nicht weitergehen 

Das Lieferkettengesetz und warum man aus mehreren Nöten einen Gewinn machen kann

Das Lieferkettengesetz ist da, es war ein langer Weg. Einige sind unglücklich darüber – vor allem aus der Wirtschaft sind bereits vorab kritische Stimmen laut geworden: Nicht absehbare finanzielle Belastungen, Fragen nach der technischen Umsetzbarkeit und überhaupt, wie soll das laufen?

Dagegen positiv sehen das 3/4 der Bürger – die Konsumenten (Quelle). Und das ist mehr als ein Hype: Nachhaltigkeit in ökonomischen, ökologischen und sozialen Sinn haben die meisten mittlerweile verstanden und versuchen danach zu leben. Die Corona-Pandemie hat uns allen das noch viel deutlicher vor Augen geführt, ebenso die Umweltkatastrophen in 2020 und 2021 (bspw. Überschwemmungen in China, Waldbrände in Kalifornien, Starkregen und Überschwemmungen in Deutschland, um nur einige zu nennen; Quellen Auszug.

Die Welt und wir auf ihr haben sich in den letzten Jahren verändert, andere Werte stehen im Vordergrund als noch vor 20 Jahren, manchmal vielleicht aus einer persönlichen Entwicklung, vielmehr aber noch aufgrund von einem Bedarf, ja mehr sogar einer Notwendigkeit. So konnte es ohnehin nicht immer so weitergehen.

Es bestehen dementsprechend 2 Herausforderungen:

  1. Die Produktion unter den Rahmenbedingungen herstellen.
  2. Die Produktion unter diesen dokumentieren und nachvollziehbar gestalten, am besten natürlich manipulationssicher.

Die erste Herausforderung scheint auf den ersten Blick das schwierigere: Als betroffenes Unternehmen trage ich mit Verantwortung für die Arbeits- und Produktionsbedingungen woanders. Klar, es gibt vielleicht den „Quick Fix“ sich die gesetztes-konforme Produktion auf dem Papier bestätigen zu lassen. Viel mehr als ein Papiertiger wird es dann aber wahrscheinlich nicht und die Glaubwürdig- und Ernsthaftigkeit sinkt.

Es gibt Projekte und Förderungen für Unternehmen auf der ganzen Welt auf diesen Weg zu unterstützen und es wird sicherlich eine weitere Herausforderung, dass Unternehmen mehr Sorgfaltspflicht bei der Auswahl und Zusammenarbeit mit Lieferanten angehen müssen und zugegeben, hier liegt nicht mein Bereich der Expertise, aber meine absolute Dankbarkeit für diese Initiativen und Unternehmen, die bereits diesen Weg gehen. Den Weg mit Zertifizierungen zu gehen, könnte langwierig werden, bietet aber die Möglichkeit Standards zu verbreiten und durchzusetzen.

Die zweite Herausforderung – die Dokumentation. Das ist eine andere Geschichte und manche Industrien können bereits viele Wehklagen darüber singen. Wie um alles in der Welt sorgt man dafür, dass alle in der Welt miteinander vernetzt sind (klar, das Internet) und sicher Daten, aus dem einem IT-System in das andere fließen? Schließlich soll ja ein Risikomanagement stattfinden und das geht nur, wenn ich auch Transparenz habe und weiß, was passiert.

„Wir brauchen eine einfache Lösung, die jeder nutzen kann“

Der eine oder die andere wird vielleicht gleich auf das Thema Cloud kommen. Gute Idee, schauen wir uns das mal etwas detaillierter an:

  • Wir haben eine Cloud-Lösung (je Unternehmen? Insgesamt?), bei der sich einfach alle anmelden müssen und die Daten dort einpflegen müssen.
  • Konsequenz 1: Eine große Last und hoch ausgelegte Infrastruktur müssen dafür vorliegen, damit auch alle zu jeder Zeit darauf zugreifen können.
  • Konsequenz 2: Zentral heißt auch, einer verwaltet das, „einer“ hat das Admin-Passwort und kann am Ende / zur Not auf alles zugreifen, wer Böses denkt, ggf. die manipulieren.
  • Konsequenz 3: Bereits genutzte IT bei den verteilten Unternehmen muss angebunden werden und das sorgt zu einem Sicherheitsrisiko, wenn die zentrale „Instanz“ gehackt wird.
  • Konsequenz 4: Wenn die Lieferanten nicht direkt ihre IT anbinden, dann müssen sie Daten doppelt pflegen: in ihrem IT-System und auf der Cloud-Lösung für das Lieferkettengesetz. Und das heißt wiederum Medienbruch, doppelte Datenhaltung und Overhead alles auf gleichen Stand zu halten.

Also in Summe: Ein paar Konsequenzen, die nicht unmittelbar anders gelöst werden könnten, bzw. neue Herausforderungen mit sich bringen.

„Die Rohstoffknappheit macht sich bei uns deutlich bemerkbar. Da ist einfach kein Platz für andere Themen.“

Es geht auch anders, es gibt eine Technologie, die (pardon my french) wie die Faust aufs Auge passt: Blockchain Jaja, ich weiß, einige von Ihnen möchten jetzt gern aufhören weiterzulesen, aber ich verspreche: No Bullshit Bingo!

Wann kann und wann sollte man die Technologie nutzen?

Wenn wir in einer heterogenen Umgebung sind, untereinander Vertrauen schaffen wollen, indem die Aktionen zwischen den Beteiligten manipulationssicher dokumentiert werden. Das heißt, in dem Fall einer Lieferkette: Wir verbinden die unterschiedlichen Partner auf der ganzen Welt über eine Blockchain und sorgen dafür, dass die gemeinsamen Prozesse gut dokumentiert sind.

  • Konsequenz 1: Die weltweit verteilten Lieferanten binden eine Technologie an und eröffnen sich damit ein Netzwerk ihrer Kunden weltweit. (Statt viele Clouds für viele Kunden mit notwendiger doppelter/mehrfacher Datenpflege.)
  • Konsequenz 2: Die Anbindung erfolgt abgesichert über die Blockchain. Möchte jemand etwas manipulieren, müsste er das gesamte Netzwerk manipulieren. (Statt einem Single Point of Failure bei einem zentralen Betreiber)
  • Konsequenz 3: Weder die betroffenen Unternehmen noch die Lieferanten auf der ganzen Welt oder eine „neutrale“ Instanz können die Einträge manipulieren, alle relevanten Daten liegen zu einem Vorfall vor und können durchgehend nachvollzogen werden.
  • Konsequenz 4: Die manipulationssichere Dokumentation sorgt für Vertrauen zwischen den Beteiligten, gegenüber einem Auditor (Gesetzgeber) und (nicht zu vergessen!) gegenüber von Kund:innen. Unternehmenswerte und -zertifikate sind auf einmal prüfbar, nachvollziehbar und damit ein echtes Asset und trennen die „Green Washer“ von den Unternehmen, die tatsächlich „grün“ arbeiten/produzieren möchten.
  • Konsequenz 5: Die Datenkommunikation findet durchgehend digital statt (keine Medienbrüche) und bietet damit erhebliches Effizienzpotential: Daten werden zum einen schneller kommuniziert, darauf aufbauend kann man Prozessschritte automatisieren, statt sie manuell auszuführen und es entfällt der Overhead für die Dokumentation.

„Hast du noch Akku?"
Die Bedürfnisse des Menschen entwickeln sich weiter, warum nicht unsere Zusammenarbeit?

Also aus den Nöten (Umweltschutz, Rohstoffknappheit, Gesetzesvorgaben …) kann man aus meiner Sicht mit dem richtigen Lösungsansatz viele Vorteile ziehen (Effizienz, Nachvollziehbarkeit, Verantwortung und Rechenschaft) und das alles in dem wir kollaborativ zusammenarbeiten, die Unterschiedlichkeit / die Heterogenität in der IT akzeptieren und als Stärke verstehen.

Quelle: https://bildungmitdigitalisierung.blog/2018/10/19/die-neue-maslow-pyramide/

 

Wir sind kollaborative Wesen, in jeglicher Hinsicht und wir sitzen zusammen auf dieser einer Welt und können nur zusammen Lösungen erarbeiten und umsetzen, um auch weiterhin auf dieser (glücklich) leben zu können. Und genau hierfür ist das Lieferkettengesetz ein Anfang, eine Lösung, die wiederum andere Probleme mit sich bringt. Aber so ist es nun mal mit Fortschritt und Innovation (wer hätte noch vor 20 Jahren gedacht, dass ein Basic Need des Menschen sein wird, immer ausreichend Akku zu haben?!).

Also Herausforderungen schaffen Lösungen, neue Lösungen schaffen neue Probleme. Aber nur darüber zu reden, warum etwas nicht geht, hilft einem am Ende nur bedingt weiter.

Gut, jetzt habe ich weniger Crypto-/Tech-Bullshit von mir gegeben, dafür vielleicht mehr pathetische Grundideen und Ideale. Es sind aber mehr als hohle Phrasen für mich: Ich glaube seit Jahrzehnten an die Dezentralität dieser Welt, die Notwendigkeit von Kollaboration, von Datenschutz und Vertraulichkeit im Internet.

Wenn Sie auch aus Ihren Nöten und Herausforderungen Tugenden machen wollen, melden Sie sich bei uns.

Wir sind an Bord.

© 2022 flowciety GmbH

Gluon

In der Teilchenphysik sind die Gluonen (engl. to glue = kleben) Elementarteilchen, die für die Anziehung von Protonen und Neutronen in einem Atomkern verantwortlich sind.

Wie die Teilchen auf subatomarer Ebene, hilft Glu:on Unternehmen eine starke Verbindung mit ihren Partnern aufzubauen.